Wann Paartherapie helfen kann
Viele Paare, die in die Therapie kommen, wollen im Grunde dasselbe. Sie wollen sich nah sein und sich wirklich verstehen. Und trotzdem landen sie immer wieder an demselben Punkt: gegeneinander statt miteinander.
Das ist kein Zeichen dafür, dass die Beziehung nicht funktioniert. Oft haben sich Muster eingeschliffen, aus denen man alleine schwer rauskommt.
Typische Muster
Ein häufiges Muster: Eine Person sucht das Gespräch, drängt auf Klärung. Die andere zieht sich zurück, braucht Abstand. Je mehr die eine drängt, desto mehr zieht sich die andere zurück. Beide wollen eigentlich dasselbe, Verbindung und Sicherheit, aber ihre Strategien lösen beim anderen genau das Gegenteil aus.
Konflikte eskalieren dann oft schnell oder verlaufen im Sand, ohne dass sich wirklich etwas klärt. Wenn Stress von außen dazukommt, leidet häufig als erstes die Nähe.
Was in der Paartherapie passiert
Ich arbeite mit beiden Partnern gemeinsam. Meine Rolle ist nicht, Partei zu ergreifen oder zu beurteilen, wer recht hat. Es geht darum zu verstehen, wie die Dynamik zwischen zwei Menschen entsteht, was jede Person braucht und was im Moment des Konflikts wirklich passiert.
Oft hilft es schon, die Muster beim Namen zu nennen. Wenn beide verstehen, was sie gegenseitig auslösen, verändert sich bereits etwas.
Wann ist Paartherapie sinnvoll?
Nicht nur wenn die Beziehung kurz vor dem Ende steht. Paartherapie kann auch sinnvoll sein, wenn man merkt, dass sich Kommunikationsmuster einschleifen, bevor die Erschöpfung zu groß wird. Je früher, desto mehr Spielraum.
Praktisches
Die Sitzungen finden online statt, per Videoanruf. Beide Partner können sich von verschiedenen Orten einwählen. Eine Sitzung dauert 50 Minuten.
Nastassja Volkov, Psychologische Psychotherapeutin